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Baujahr
1980
bis
2010
Segment
 

2 Zimmer Wohnung in München-Giesing kaufen

[3 Treffer]

2 Zimmer Wohnungen in München-Giesing zum Kauf

Liste
Galerie
Karte
Sortierung:
Expose
420.000,00 €
 
51.18m², 2 Zimmer, Baujahr 1969
Wohnung allgemein
München (Stadt), Isarvorstadt (Mitte), Au (Ost), Ramersdorf (Ost), Giesing (Ost)
Wir haben eine freie 2-Zimmer Wohnung in Giesing für Sie im Angebot. Die Wohnung liegt im vierten Stock eines 1969 gebauten Mehrfamilienhauses. Sie liegt am...
online seit 15.04.2019
Expose
349.000,00 €
 
50.5m², 2 Zimmer, Baujahr 1972
Wohnung allgemein
München (Stadt), Ramersdorf (Ost), Giesing (Ost)
Die 2 Zimmerwohnung liegt im 1.Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Die Wohnung ist seit 1.4.2019 bezugsfrei. Die Wohnung bietet 1 Wohnzimmer, 1...
online seit 09.04.2019
ANZEIGE Gerschlauer
Expose
314.900,00 €
 
54m², 2 Zimmer, Baujahr 1900
Dachterrassen- / DG-Wohnung
München (Stadt), Ramersdorf (Ost), Giesing (Ost)
Die vermietete 2-Zimmer-Wohnung befindet sich im Dachgeschoss (ohne Aufzug) eines 1900 gebauten Mehrfamilienhaus. Im Flur der Wohnung angekommen finden Sie...
online seit 08.04.2019
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Stadtteil-Portrait Giesing

Den Charme eines Arbeiterviertels hat sich Giesing bis heute bewahrt - auch wenn es immer mehr junge Kreative und Familien in das noch bezahlbare Viertel in Zentrumsnähe zieht.

Die Entwicklung Giesings ist untrennbar mit dem Aufstieg Münchens verknüpft, auch wenn das Viertel mehr als 400 Jahre älter ist - erstmals erwähnt wurde "Kyesinga" bereits im Jahr 790. Die Großprojekte Frauenkirche und Altes Rathaus zogen im Mittelalter viele Tagelöhner an, denen München allerdings das Niederlassungsrecht verwehrte. Und so schlugen die Arbeiter ihre Schlaflager in den Vorstädten am gegenüberliegenden Isarufer auf. Bald galten Giesing und die Au als soziale Brennpunkte, in denen Kleingauner und Bettler ihr Unwesen trieben. Zudem machten die Hochwasser der Isar das Leben am Fuße des Giesinger Berges über Jahrhunderte hinweg schwer.

1818 wurde Giesing, eigentlich Obergiesing und die Dörfer Harlaching und Menterschwaige, zur Gemeinde, der Ortsteil Untergiesing war vier Jahre zuvor der Au zugeschlagen worden. Im Alltag verschwommen die Grenzen zwischen Au, Untergiesing und Obergiesing bald, im Bewusstsein der Menschen lebten sie allerdings als soziale Abstufungen weiter. Bis heute fragen Münchner gerne, ob man denn nun in Obergiesing - das nach wie vor als Arbeiterviertel gilt - oder Untergiesing - das derzeit eine Aufwertung erfährt - wohnt.

Mit der Eingemeindung von Giesing, Haidhausen und der Au im Jahr 1854 verdoppelte sich die Fläche Münchens. Giesing, die südlichste der drei Vorstädte, war flächenmäßig die größte. Viele Einrichtungen, die in München nicht gerne gesehen waren, verbannte man nun an den damaligen Stadtrand nach Giesing: 1821 beispielsweise wurde der Ostfriedhof eröffnet. Die 1892 erbaute Strafanstalt Stadelheim war bis in die NS-Zeit berüchtigt, mehr als tausend Hinrichtungen sind allein während des Dritten Reiches dokumentiert. Auf dem Friedhof am Perlacher Forst direkt neben dem Gefängnis wurden die Hingerichteten begraben - so auch Sophie und Hans Scholl und Christoph Probst von der Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Zum politischen Schauplatz war Giesing allerdings schon 1919 geworden - damals kämpfte hier die Rote Armee gegen die Weißgardisten und zahllose Unterstützer der Münchner Räterepublik wurden niedergemetzelt.

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